Rauch-Werk (2012)
„Ich schwöre, als ich Rainer Klis’ Buch Rauch-Werk in die Hand nahm, da war ich noch Nichtraucher.“
S. Bosel auf amazon
Der 1955 in Karl-Marx-Stadt geborene Autor Rainer Klis hat unter dem Titel »Rauch-Werk« ein »Brevier zur Havanna«-Cigarre publiziert, aus dem man viel Nützliches erfährt, beispielsweise, daß 1945 »drei Kettenraucher über einen triumphierten, der zu Beginn seiner Karriere Nichtraucherabteile und Raucherinseln erfand.« Der niedergerungene Adolf Hitler, Schutzpatron aller Berufsnichtraucher bis heute, hatte zu seinen Lebzeiten auch zu Protokoll gegeben: »Der Nationalsozialismus hätte niemals in Deutschland siegen können, hätte ich das Rauchen nicht aufgegeben.«

Das ist gute Munition gegen seine Nachfolger, die mit ihrem Volksgesundsein so ausgefüllt sind, daß für Leidenschaft, Zartheit, Sinnlichkeit, Lebensfreude und Intelligenz kein Platz mehr bleibt und die ihre Miesheit und Mittelmäßigkeit zur staatlichen Chefsache erhoben sehen wollen.

Klis hält dem Nichtraucherfanatismus eine mit Klugheit, Kenntnis, Lässigkeit und Genuß gesättigte Schrift entgegen, eine Feier des einzigen Tabaks der Welt, den zu rauchen sich lohnt: des kubanischen. Besser als kubanisch rauchen geht nicht, warum sollte man noch mit etwas anderem vorliebnehmen? Der Autor ist passionierter Aficionado, kann schreiben und beschert dem Leser zwei unterhaltsame Stunden, also solche, nach denen er nicht dümmer geworden ist vom Lesen, und das läßt sich nicht über viele Bücher sagen.

Nur einmal wird Klis grobschlächtig germanisch: Er nennt einen Schweizer Kollegen »Schluchtenscheißer«. Das ist nicht nur überflüssig und ranzig, es ist auch falsch: Wenn man das Wort »Schluchtenscheißer« schon unnötigerweise verwendet, dann meint es nicht Schweizer, sondern Österreicher.

Sonst aber ist »Rauch-Werk« ein prima Büchlein, das man bei sich führen sollte, wenn man die begehbaren Humidore dieser Welt aufsucht, um sich mit den Notwehrnägeln gegen die Irrsinnigen zu versehen, mit kubanischen Cigarren.
Wiglaf Droste in Junge Welt
Und wie schnell kann aus einem Nichtraucher ein Zigarrenraucher werden, vor allem dann, wenn einem andauernd gesagt wird, dass der Nikotingehalt der Zigarren niedrig sei, dass man sie um Gotteswillen nicht auf Lunge rauchen soll und dass sich diese und jene Sorte ganz prima für den Anfänger oder den Nichtraucher eignet.
Dieses Buch von Rainer Klis ist, das muss man sagen, der pure Genuss, wenn auch die eingeschobenen Rückblenden in die kubanische und mittelamerikanische Geschichte mit den Grausamkeiten der Eroberer einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Klaus Funke in Neues Deutschland
Rainer Klis, passionierter Zigarrenraucher, legt einen Guide über die Havanna-Zigarre vor ...
Selbst Nichtraucher dürften sich bei seinen kundigen Ausflügen in die Geschichte des Tabaks und die Kultur des Rauchens bestens unterhalten fühlen.
Die Tabak Zeitung
Eine Menge Anekdoten stehen darin, die die lebensverkürzende Wirkung speziell der dicken, braunen Stumpen bestreiten, wie die vom leidenschaftlichen Zigarrenraucher Churchill, der über 90 wurde, während sein abstinenter General Montgomery bereits mit jugendlichen 88 hinweggerafft wurde.
Matthias Biskupek in Eulenspiegel
Der Schriftsteller Rainer Klis (57) ist Genussraucher. Er weiß, wie man eine gute Zigarre erkennt, aufbewahrt und vor allem genießt.

Seine ersten Studien durfte der Weltreisende aus Hohenstein-Ernstthal, der nicht nur auf Kuba manche Havanna rauchte, schon im frühen Knabenalter im Dauerdunstschleier von Opa Anton und Opa Bert anstellen: „Entgegen den Mutmaßungen von EU-Gesundheitsexperten starben sie nicht früher als ihre Altersgenossen, sondern später, rüstig und bei guter Gesundheit, wenn man das bei abrupten Abgängen von Greisen sagen darf“, behauptet Klis genüsslich.

Doch die historischen Erkundungen in seinem soeben erschienenen kleinen „Rauch-Werk“ (128 Seiten, Eulenspiegel Verlag) rund um die Havanna gehen noch viel weiter zurück. Schon Kolumbus habe von Männern und Frauen auf Kuba berichtet, die mit einer „kleinen glimmenden Stange aus einem Kraut herumwandern, dessen Rauch sie einatmen“. Von da an dürften den gesammelten Anekdoten, Fantasien, Empfehlungen, Tipps, Tricks, Zahlen und Fakten des Autors selbst Nichtraucher gerne folgen. Immerhin schenkt Klis auch dem ersten namentlich bekannten Tabakgegner – König Jakob I. von England – ein Kapitelchen.
Christiane Hamann-Pönisch in Chemnitzer Morgenpost
Dem Autor sitzt eindeutig der Schalk im Nacken. „Rauch-Werk“ ist deshalb endlich mal wieder ein überaus lesenswertes Cigarrenbuch, das nicht nur durch „copy and paste“ aus anderen Büchern entstanden ist. Vielmehr ist es ein sehr persönlicher und humorvoller Blick auf die Havanna, der die ganze Liebe des Autors gilt.
Christoph A. Puszkar auf smokersplanet.de
Nach seinem Erfolgsbuch „Rauchzeichen“ ist „Rauch-Werk“ nun die empfehlenswerte Fortsetzung.
Cigar Journal
Anekdotisch präsentiert Klis die wichtigsten Marken, taucht ab bis in die Anfänge des Tabakanbaus, die Kultur des Zigarrenrauchens, lässt literarische wie historische Persönlichkeiten zu Wort kommen ...
Uta Trinks in Freie Presse